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„Kunduz wird als schwarzer Fleck von NATO-Kriegsverbrechen in die Geschichte eingehen“

von Jens Berger NachDenkSeiten 29. November 2016 um 8:43 Uhr

Der deutsch-afghanische Rechtsanwalt Karim Popal vertritt weiterhin die Familien jener Menschen, die durch den Befehl eines deutschen Obersts im Jahr 2009 in Kunduz getötet wurden. Hoffnung auf Gerechtigkeit sieht er jedoch kaum. Hierfür macht er vor allem die NATO verantwortlich, in deren Interesse laut Popal mittlerweile auch die Justiz agiert. Emran Feroz unterhielt sich mit Popal über den Fall Kunduz und westliche Kriegsverbrechen in Afghanistan.

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Alle sind schuld am afghanischen Opiumanbau – nur der Westen nicht

NachDenkSeiten 16. November 2016 um 8:45 Uhr | Verantwortlich:

Veröffentlicht in: Länderberichte, Militäreinsätze/Kriege, Strategien der Meinungsmache

Es gibt manche Schlagzeilen, die jedes Jahr, nicht selten um dieselbe Zeit, immer wieder auftauchen. Eine davon ist jene um den rekordverdächtigen Opiumanbau in Afghanistan. Seit fünfzehn Jahren wird das Thema jährlich aufgerollt. Die neuesten UN-Zahlen werden genannt und die bösen Buben – in diesem Fall wie gewohnt die Taliban – für das Dilemma verantwortlich gemacht. Wer das Geschehen etwas tiefgehender analysiert, wird allerdings feststellen, dass die Verantwortlichen auch im Westen sitzen. Von Emran Feroz.

Weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=35838

Erpressungspolitik in neokolonialer Manier

Flüchtlingsdeal Afghanistan

Am 4/5. Oktober diskutieren in Brüssel Delegationen aus 70 Ländern und von 20 internationalen Organisationen die Zukunft der internationalen Hilfe für Afghanistan. Ein gerade geleaktes Dokument belegt, dass die EU-Kommission plant, weitere finanzielle Unterstützungen für das kriegszerstörte und bitterarme Land von der Zustimmung der afghanischen Regierung zur Aufnahme von 80.000 afghanischen Geflüchteten aus Europa abhängig zu machen. Ein entsprechendes Abkommen möchte die Kommission bereits im Sommer nächsten Jahres in Kraft setzen. In parallelen Verhandlungen mit dem Iran und Pakistan soll erreicht werden, dass sich diese beiden Länder bereit erklären, noch mehr Geflüchtete aus dem Hindukusch aufzunehmen, als sie das sowieso schon getan haben: 2, 5 Millionen Afghanen leben heute im Iran, in Pakistan sind es fast drei Millionen.

weiterlesen im medico newsletter: https://www.medico.de/erpressungspolitik-in-neokolonialer-manier-16579/

Die vergessene Freiheit am Hindukusch

by Jens Berger

Emran Feroz

Seit rund fünfzehn Jahren führt die NATO Krieg in Afghanistan. Dieser Krieg scheint nicht zu enden. Stattdessen wird das Ende der „Demokratisierungsmission“ stets aufgeschoben. Doch auch nach all den Jahren der Zerstörung lassen sich am Hindukusch weder Freiheit noch Demokratie finden. Stattdessen werden immer mehr Tote beklagt und immer mehr Flüchtlinge produziert. Von Emran Feroz.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.
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Keine „sicheren Gebiete“ weit und breit

by Jens Berger Nachdenkseiten

Bereits vor mehreren Monaten betonte die deutsche Bundesregierung, dass es in Afghanistan „sichere Gebiete“ gebe, in denen die Menschen weitgehend friedlich leben können. Aus diesem Grund, so der Unterton, gehen auch Abschiebungen in derartige Gebiete völlig d’accord. Dabei haben allein in der afghanischen Hauptstadt die letzten Tage wieder einmal deutlich gemacht, warum es mehr als verständlich ist, aus einem solchen Land zu fliehen. Von Emran Feroz aus Kabul.
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München, Kabul, Qamishlo Ein Augenzeugenbericht aus Kabul

Ein Bericht aus dem medico newsletter.

Anschläge werden nicht deshalb erträglicher, weil sie anderswo öfter stattfinden als in Deutschland. Nur eins ist dort anders als hier. … der Teufelskreis aus Aktualität und Vergessen gleicht eher einer Schlinge, die sich immer enger um den Hals zieht.

Uns erreichte aus sicherer Quelle ein erschütternder Bericht aus Kabul, den wir hier aufgrund der Gefahrenlage auszugsweise anonym veröffentlichen.

https://www.medico.de/blog/artikel/muenchen-kabul-qamishlo/