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    Einladung zur Diskussion "Afghanistan Friedenskonferenz 2012"

    Bonn/ Berlin 26.03.2012
    Hier gibt es die Einladung als Download

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    auf dem internationalen Afghanistan Kongress am 4.12.2012 hatten wir uns darauf verständigt, zu überlegen, wie wir unsere gemeinsamen Aktivitäten gegen den Krieg in Afghanistan fortsetzen können.

    In der Diskussion war 2012 eine gemeinsame Afghanistan Friedenskonferenz durchzuführen. Wir hatten übernommen zu einem ersten Vorbereitungs treffen einzuladen.

    Wir wenden uns mit diesem Schreiben
    – an die in Deutschland und den umliegenden Ländern lebenden afghanischen Exilgemeinschaften
    – an die deutsche und europäische Friedensbewegung (Unsere Adressdatei ist unvollständig und lückenhaft, deshalb reicht bitte diese Einladung weiter)

    Der Reiz einer gemeinsamen Tagung sollte in ihrer Internationalität liegen, sie sollte sicher mehr sein als eine Kritik an dem Krieg, sondern auch die Diskussion über Wege zum Frieden - möglicherweise sogar Friedensüberlegungen aus der Z ivilgesellschaft - mit einbeziehen. Dabei wollen wir sicher nicht alles neu erfinden, sondern vorliegende Vorschläge haben eine große Bedeutung. Ein wichtiger Faktor dieser Tagung könnte auch in einer wesentlich besseren Vernetzung, sowohl zwischen Friedensbewegungen und afghanischen Organisationen als auch zwischen den verschiedenen Organisationen in den Ländern, liegen.

    Wir möchten euch deshalb zu der Diskussion „Afghanistan Friedenskonferenz 2012“ einladen.

    Termin: Samstag, den 14.04.2012, 12 bis gegen 17 Uhr
    Ort: Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7-1 1, 50667 Köln Anmeldung: kongress@ialana.de

    Wir möchten keine Tagesordnung vorgeben. Wir sollten uns erst einmal generell über die politische Situation verständigen und daraus – wenn möglich – Überlegungen für gemeinsame Aktivitäten entwickeln. Dabei sollte eine mögliche internationale Friedenskonferenz eine zentrale Rolle spielen.

    In der Hoffnung, euch in Köln begrüßen zu können
    verbleiben wir
    Mit freundlichen Grüßen

    Reiner Braun
    Kristian Golla
    Karim Popal

    Kritik der Friedensbewegung: Mandatsverlängerung für Afghanistan bringt keinen Frieden für das Land

    Bonn/Berlin, 26.1.2012
    Die in der Kooperation für den Frieden zusammengeschlossenen Gruppen kritisieren die Entscheidung des Bundestages, das Mandat der Bundeswehr für den Afghanistaneinsatz bis zum 31. Januar 2013 zu verlängern, da die Weiterführung des Einsatzes nicht zum Frieden führt.

    Das erneuerte Mandat ist trotz der Verringerung der SoldatInnenzahlen kein Beitrag für ein „zivileres Gesicht“ des Einsatzes, wie es der Außenminister nennt. Auch dieses Mandat ist von dem Irrglauben getragen, dass eine Kombination aus militärischem und zivilem Einsatz eine Verbesserung der Lage erreicht. Die gesellschaftlichen Zustands-Indikatoren Afghanistans sprechen nach zehn Jahren „Krieg gegen den Terror“ eine andere Sprache.

    Hier weiterlesen...

    Internationale Friedenskonferenz "Afghanistan" 2012 in Bonn

    Auf der Friedenskonferenz am 4.Dezember 2011, im Rahmen der Proteste gegen die Afghanistan Regierungskonferenz in Bonn, wurde - unter Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen von in Europa lebenden Afghanen - vereinbart, einen internationalen Friedenskongress zu Afghanistan durchzuführen.

    Was kann die Friedensbewegung, was können zivilgesellschaftlichen afghanischen Organisationen zu einem Friedensprozess beitragen? Wie kann der Abzug der Interventionstruppen erreicht und zivile Hilfe Sinn bringend eingebracht werden?

    Auf diese und weitere Fragen versucht der Friedenskongress zu Afghanistan, der voraussichtlich im Herbst 2012 in Bonn stattfinden wird, Antworten zu finden. Die Veranstaltung soll in einem längeren internationalen Prozess vorbereitet werden.

    Bei genaueren Informationen info@ialana.de

    Sobald weitere Informationen bekannt sind werden diese auf www.afghanistanprotest.de bekanntgemacht

    Frieden in Afghanistan: Ohne Interventionstruppen - Waffenstillstand jetzt

    Bonn, 5.12.2011: Zufrieden sind die Veranstalter mit dem Ablauf ihrer Protestdemonstration, Aktionen und Kongress gegen Petersberg II vom 3. bis 5. 12. 2011. „Natürlich hätte sich die Friedensbewegung mehr Beteiligung gewünscht, dafür waren wir aber auf gehaltvolle Weise präsent“, so das Resümee von Mani Stenner vom Netzwerk Friedenkooperative in Bonn. „Es ist uns erfolgreich gelungen, den Petersberg II-Gipfel kritisch zu begleiten. Und das trotz der rigorosen Sicherheitsmaßnahmen der Polizei. Damit haben wir in diesen Tagen auch das Demonstrationsrecht erfolgreich verteidigt.“

    Kritisch werten die Veranstalter die Ergebnissen der offiziellen internationalen Afghanistan Konferenz. „Wie eine Illusionisten-Farce gaukelt dieses Treffen Lösungen ohne den regional wichtigen Mitspieler Pakistan, der auch Teil des Problems ist, vor. Im Grunde hätte diese Konferenz abgesagt werden müssen, als Pakistan seine Teilnahme zurückzog“, kommentiert Reiner Braun von der Juristenorganisation IALANA. „Westerwelles Versprechen, 'Afghanistan kann auf unsere Unterstützung zählen', ist die verschönte Zusage, künftiges Blutvergießen in Afghanistan in die Hände der Afghanen zu legen und ihn im Effekt fort zu setzen.“

    Das Protestbündnis bezweifelte von Beginn an den Nutzen des internationalen Treffens für einen Frieden in Afghanistan. „Solange ausländische Truppen auf afghanischem Boden stationiert bleiben, solange wird es Freiheitskämpfer geben. Und alle erklären, ausländische Truppen bleiben über 2014 hinaus. Deswegen unterstreichen wir unser Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand, auch einem einseitigen, als Vorbedingung eines verhandelten zügigen und vollständigen Abzuges“ erklärt Jens-Peter Steffen, von den Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges.

    Monty Schädel von der DFG-VK kritisiert, dass auch diese Konferenz die Sicht auf die Opfer des nunmehr zehn-jährigen Krieges mit deutscher Beteiligung verstellt. „Die Hilfszusagen gelten den staatlichen Strukturen und der Übergabe der Konfliktführung an die afghanische Regierung. Wo aber bleiben die verbindlichen Hilfszusagen für die hunderttausende Opfer, die auch der deutsche Einsatz dem Land gebracht hat?“ fragt Monty Schädel.

    Christine Hoffmann, Generalsekretärin von pax christi, wendet sich gegen die unehrliche Bilanz des Petersberger Treffens. „Was hat sich an der Lage der Menschenrechte in dem Land wirklich verbessert? Was ist für die Frauen Afghanistans tiefgreifend und auf Dauer besser geworden?“, so ihre Kritik an die Veranstaltung der 85 Staaten. „Nur Frieden in Afghanistan kann nachhaltig die Lage der Frauen und der Menschen im Land verbessern. Deswegen ist unsere erste Forderung der sofortige Waffenstillstand, der jedem umfassenden Verhandlungsprozess vorangehen muss.“